MOORE CENTURION Pressemeldungen
Klarstellung zur NoVA-Rückvergütung an Fahrzeughändler
Der Verwaltungsgerichtshof hat klargestellt, wer die NoVA-Rückvergütung bei Weiterverkäufen erhält.
Demnach kann bei nicht NoVA-pflichtigen Fahrzeugen der Fahrzeughändler die Rückvergütung beantragen, nicht der Endkunde. Entscheidend ist, dass der Händler im Sinne des Gesetzes als Erwerber gilt, auch bei unmittelbarem Weiterverkauf.
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Haben auch Unternehmer Anspruch auf Diäten?
Auch Unternehmer können unter bestimmten Voraussetzungen Diäten geltend machen.
Voraussetzung ist eine betrieblich veranlasste Reise, bei der Entfernung, Dauer und kein weiterer Tätigkeitsmittelpunkt erfüllt sind. Dabei können pauschale Verpflegungs- und Nächtigungskosten angesetzt werden, im Inland teils mit Vorsteuerabzug, im Ausland jedoch nicht.
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Sind Kursverluste aus Fremdwährungskrediten bei Vermietungen und Verpachtungen steuerlich abzugsfähig?
Kursverluste aus Fremdwährungskrediten sind bei Vermietungen steuerlich nicht abzugsfähig.
Der Verwaltungsgerichtshof sieht darin keine abzugsfähigen Ausgaben, da sie nicht unmittelbar mit den Mieteinnahmen zusammenhängen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Verluste durch Wechselkursschwankungen oder Tilgungsmehrbeträge entstehen.
Erweiterte Ausnahmen beim Kfz-Sachbezug seit 1. Jänner 2026
Seit 1. Jänner 2026 gelten erweiterte Ausnahmen beim Kfz-Sachbezug.
Kein Sachbezug fällt an, wenn bestimmte Spezialfahrzeuge oder nicht primär zur Personenbeförderung gebaute Fahrzeuge genutzt werden oder eine private Nutzung ausgeschlossen ist. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Regelungen eingehalten und etwaige Fahrten ordnungsgemäß dokumentiert werden.
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Wann muss bei Gutscheinen die Umsatzsteuer abgeführt werden?
Bei Gutscheinen hängt der Zeitpunkt der Umsatzsteuer von ihrer Art ab.
Bei Einzweck-Gutscheinen fällt die Umsatzsteuer bereits beim Verkauf an, bei Mehrzweck-Gutscheinen hingegen erst bei der Einlösung. Entscheidend ist, ob Leistungsort und Steuersatz beim Verkauf schon feststehen oder noch offen sind.
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Neue Zölle auf kleine „Billigpakete“ aus Drittstaaten ab 1. Juli 2026
Ab 1. Juli 2026 gelten neue Zollregeln für günstige Pakete aus Drittstaaten.
Für Sendungen unter 150 € wird ein pauschaler Zoll von 3 € pro Warenkategorie erhoben, wodurch bei gemischten Inhalten mehrere Gebühren anfallen können. Die Regelung ist befristet bis 2028 und soll danach durch ein reguläres Zollsystem ohne Freigrenze ersetzt werden.
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Was muss bei Vermietungen im Familienverbund beachtet werden?
Vermietungen innerhalb der Familie unterliegen strengen steuerlichen Prüfungen.
Wird das Mietverhältnis nicht als fremdüblich anerkannt, entfallen sowohl Steuerpflicht der Einnahmen als auch Abzugsmöglichkeiten. Voraussetzung für die Anerkennung sind Fremdüblichkeit, ein schriftlicher Vertrag und die tatsächliche Durchführung wie unter Dritten.
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Umfassende Verschärfungen im Finanzstrafgesetz
Die Verschärfungen im Finanzstrafgesetz sollen Steuerbetrug stärker bekämpfen.
Seit 2026 gelten höhere Grenzwerte für den Verkürzungszuschlag und auch zu Unrecht erklärte Verluste können als Abgabenhinterziehung bestraft werden. Zudem wurde das Recht auf Akteneinsicht erweitert, sodass Betroffene jederzeit Einsicht in ihre Unterlagen erhalten können.
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Wichtige Klarstellungen zur Forschungsprämie
Die Forschungsprämie wurde durch neue Klarstellungen in der Verordnung präzisiert.
Nur steuerlich anerkannte Aufwendungen dürfen in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden. Investitionen in Wirtschaftsgüter können entweder sofort oder über die jährliche Abschreibung berücksichtigt werden.
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Wohnungsmieten – was muss ab 1. April 2026 beachtet werden?
Die neuen Mietregelungen in Österreich bringen ab 2026 strengere Vorgaben für Wohnungsmieten im Mietrechtsgesetz.
Mieterhöhungen sind nur noch einmal jährlich zum 1. April und in begrenzter Höhe entsprechend der Inflation zulässig. Zudem wird die Mindestbefristung bei gewerblichen Vermietern auf 5 Jahre verlängert, private Vermieter bleiben flexibler.
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Kryptowährungen im Fokus der Finanzverwaltung
Die Besteuerung von Kryptowährungen in Österreich wurde verschärft.
Kryptoeinkünfte unterliegen seit 2022 dem Steuersatz von 27,5%, wobei ausländische Plattformen eine eigene Versteuerung erfordern. Seit 2026 müssen Kryptobörsen zudem Kundendaten melden, weshalb eine korrekte Steuererklärung wichtig ist.
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Anhebung der Niedrigbesteuerungsschwellenwerte im Körperschaftsteuergesetz
Im Körperschaftsteuergesetz wird ab 1.1.2026 die Niedrigbesteuerungsschwelle einheitlich auf 15 % angehoben.
Dies betrifft sowohl die Befreiung von Gewinnausschüttungen und Veräußerungsgewinnen aus internationalen Schachtelbeteiligungen als auch das Abzugsverbot für Zins- und Lizenzzahlungen an konzernzugehörige Gesellschaften. Die neue Schwelle gilt für Wirtschaftsjahre und Aufwendungen, die nach dem 31.12.2025 anfallen.
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